Wohl um 1080 wurde eine Kirche in St.Fiden gebaut. Abt Ulrich III. liess zu
dieser Zeit die Reliquien der heiligen Fides nach St.Gallen bringen. Weil die
Kirche St.Fiden eine Filialkirche des Klosters darstellte, in der nicht alle religiösen
Handlungen stattfinden durften, blieb bis zur Reformation die Kirche
St.Laurenzen die Pfarrkirche für das Tablat und danach das Münster (heute
Kathedrale). Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war die in Tablat ansässige
Bevölkerung ausschliesslich katholisch.
Alle andern Kirchen im Einzugsgebiet des Quartiervereins stammen aus dem
20. Jahrhundert: Die katholische Kirche St.Maria im Neudorf, die evangelischen
Kirchen Grossacker und Stephanshorn sowie die ökumenische Haldenkirche.
St.Fiden war auch Wohnort vieler fürstäbtischer Hofbeamter, zeitweiliger Sitz
des Lehenvogtes und des Hofkanzlers (im Schlössli an der Greithstrasse). Das
Haus Nr.1 an der Rorschacherstrasse neben der Kirche zeugt noch heute von
der gediegenen Wohnlage der damaligen äbtischen Herren.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Tablat existierten drei selbst- ständige Schulgemeinden.
Zum einen Katholisch-Tablat, gegründet 1834, die aus der seit etwa
1600 bestehenden Schule in St.Fiden hervorgegangen war. Sie betrieb zudem
seit 1906 eine eigene Schule für die Kinder der Italiener, die als Missione
Cattolica heute noch besteht. Zum andern wurden 1852 die Schulgemeinde
Evangelisch-Tablat und 1862 jene von Rotmonten gegründet. 1918 wurden die
konfessionellen Schulen im Zusammenhang mit der Stadtvereinigung aufgehoben.

